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Thema: Hemden Kauf und Reinigung absetzbar?

  1. #1
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    Hemden Kauf und Reinigung absetzbar?

    Hallo,

    eine kurze Frage:
    Ich trage privat keine Hemden. Jetzt muss ich mir als selbständiger Webdesigner für Kundengespräche aber welche zulegen.

    Ist
    a) der Kauf bei meiner Steuererklärung als Betriebsausgabe anrechnungsfähig?
    b) die Reinigung bei meiner Steuererklärung als Betriebsausgabe anrechnungsfähig?

    Vielen Dank
    AO

  2. #2
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    2 x Nein.

  3. #3
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    ok, danke!

  4. #4
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    Bleibt es bei 2 mal "nein", wenn auf dem Hemd irgeneine Art von Werbung des webdesignsunternehmen drauf gestickt ist?

  5. #5
    Foren-Dauerbesucher Avatar von Yanina
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    ja.

  6. #6
    Super-Moderator Avatar von Catja
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    Zitat Zitat von Yanina Beitrag anzeigen
    ja.
    Hmmm.
    Das ist aber sehr bestimmt? ...

    Unter dem Gesichtspunkt "Corporate Identity" würde ich die Abzugsfähigkeit nicht so ohne weiteres verneinen.

    Und auch was die Reingungskosten betrifft: Wenn sich der Hemdenträger nun auf einer Diestreise befindet, und im Hotel das Hemd reinigen lassen muss?

  7. #7
    Foren-Dauerbesucher Avatar von Yanina
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    Wir hatten einen ähnlich gelagerten Fall. Es ging um die Kleidung eines Kellners. Auf dem Hemd war die Werbung seines Arbeitgebers angebracht. Der Arbeitgeber stellte ihm eine Anzahl von Hemden zur Verfügung, weitere musste er selbst finanzieren. Diese Kosten und die Reinigungskosten wollte er steuerlich geltend machen. Das zuständige FA lehnte die Kosten ab, da die Hemden trotz Werbung auch in der Freizeit getragen werden können.

    Handelt es sich um Kleidung, die auf gar keinen Fall in der Freizeit getragen werden kann, oder um spezielle Schutzkleidung, so werdne die Kosten anerkannt.

  8. #8
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    Zitat Zitat von rockscientist01 Beitrag anzeigen
    Ich trage privat keine Hemden. Jetzt muss ich mir als selbständiger Webdesigner für Kundengespräche aber welche zulegen.
    @Catja, auch die Idee mit dem "Corporate Identity" dürfte hier an der Selbstständigkeit scheitern.

    Aber auch bei Angestellten ist da die Rechtssprechung gnadenlos, was privat genutzt werden kann ist steuerlich voll privat. Hatte dazu grade dazu einen Artikel über ein Urteil vom BSG gelesen. Ein Aufstocker wollte diese Kosten auch anerkannt und damit höhere Leistung haben, wurde abgelehnt.

  9. #9
    Super-Moderator Avatar von Catja
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    Bezüglich des thematischen "Abstechers" von @Yanina oben und der Rechtsprechung zu den Werbungskosten: Das ist seit gefühlten +25 Jahren immer gleich, weil unterstellt wird, dass das weiße Hemd beim Kellner auch privat getragen wird. (Schon mal einen Kellner gesehen, der privat freiwillig weiße Hemden trägt? Ich nicht. Und kellnerinnen enthalten sich außerhalb der Arbeit meistens auch der schwarzen Röcke mit der weißen Bluse).

    Egal. Der BFH hat x-fach so entschieden. Man kann dem BFH aber natürlich jederzeit gerne Gelegenheit geben, seine Rechtsauffassung zu überdenken...


    Aber: Wenn ich einen unmissverständlichen Werbeträger schafft, (zum Logo passendes orangenes Hemd mit grüner Schrift, - wer trägt sowas schon freiwillig?) bekommt das nicht ganz so schnell "gestrichen". Das Aufnähen eines einfachen Firmenemblems reicht aber nach ständiger RSpr. auch nicht, um ein Kleidungsstück zu "Berufskleidung" zu machen.

    Und die Reingung auf betrieblicher Auswärtstätigkeit betrifft: das sollte unproblematisch sein: Kaffefleck auf Hemd = geht gar nicht (!), weil sonst kein Auftrag=> Reinigung.
    Geändert von Catja (07.09.2012 um 07:28 Uhr)

  10. #10
    Foren-Dauerbesucher
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    Ich stimme @Catja voll zu. Man muss hier schon zwischen Hemd und Hemd unterscheiden.

    Ich trage privat keine Hemden. Jetzt muss ich mir als selbständiger Webdesigner für Kundengespräche aber welche zulegen.
    Das alleine reicht für eine steuerl. Berücksichtigung definitiv nicht aus.

    Aber: Wenn ich einen unmissverständlichen Werbeträger schafft, (zum Logo passendes orangenes Hemd mit grüner Schrift, - wer trägt sowas schon freiwillig?) bekommt das nicht ganz so schnell "gestrichen". Das Aufnähen eines einfachen Firmenemblems reicht aber nach ständiger RSpr. auch nicht, um ein Kleidungsstück zu "Berufskleidung" zu machen.
    Man muss schon unterscheiden.

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