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Thema: Hausverkauf, nachträglich Mängel entdeckt

  1. #1
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    Hausverkauf, nachträglich Mängel entdeckt

    Unsere Erbengemeinschaft hat vor kurzem ein EFH verkauft. Die Besichtigung wurde durch einen Makler gemacht. Der Kaufpreis wurde überwiesen. Nun hat es in den letzten Tagen sehr stark geregnet und angeblich stand ein Kellerraum unter Wasser. Der Käufer fordert nun einen Nachlass des Kaufpreises, weil er das Haus behalten will. Wenn dieser Mangel existent ist, war er unserer Erbengemeinschaft nicht bekannt. Das Haus war lange vermietet und ein derartiger Mangel wurde uns seitens des damaligen Mieters nicht angezeigt. Der Käufer sagt, er fühlt sich getäuscht, weil man einen derartigen Mangel nicht übersehen könnte. Ich sehe da keine Täuschung, da uns das überhaupt nicht bekannt war. Welche Möglichkeiten hat der Käufer nun? Ins Grundbuch wurden bisher die Auflassungsvormerkung sowie die Grundschuld eingetragen.

  2. #2
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    m Normalfall wird die Gewährleistung ausgeschlossen und es gilt lediglich die gesetzliche Haftung. Der Verkäufer haftet nur für arglistig verschwiegene Mängel. Der Käufer muss beweisen, dass der Verkäufer von dem Mangel wusste.

  3. #3
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    Zitat Zitat von Cruncc Beitrag anzeigen
    m Normalfall wird die Gewährleistung ausgeschlossen und es gilt lediglich die gesetzliche Haftung.
    ???

    Gewährleistung ist die gesetzliche Haftung!

    Die kann allerdings ausgeschlossen werden bis auf die Haftung für Mängel, die arglistig verschwiegen wurden.

  4. #4
    Häufiger anwesend Avatar von frankco
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    Zitat Zitat von Schmetterling Beitrag anzeigen
    Der Käufer sagt, er fühlt sich getäuscht, weil man einen derartigen Mangel nicht übersehen könnte.
    Wenn das die aussage des Käufers is, dann hätte er das selbst auch sehen müssen bei der besichtigung.

  5. #5
    Super-Moderator Avatar von Rechtspfleger
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    was steht denn nun im Kaufvertrag zurHaftung bei Mängeln?

  6. #6
    Gehört hier zum Inventar... Avatar von Spezi1980
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    Zitat Zitat von frankco Beitrag anzeigen
    Wenn das die aussage des Käufers is, dann hätte er das selbst auch sehen müssen bei der besichtigung.
    dazu hätte ja Wasser drin stehen müssen. Bei dem wenig Regen in den letzten Wochen ist es also durchaus möglich, das er nichts sehen konnte.

    @TE: wie hoch soll die Minderung den ausfallen ??

  7. #7
    Foren-Dauerbesucher Avatar von Yanina
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    Wurde schon geschaut, wie das Wasser eindringt?

    Unser Haus war bei der Besichtigung bereits geflutet. Im Keller stand das Wasser knöchelhoch,nachdem es am Vortag sintflutartige Regengüsse gab. Wir haben den Kaufpreis gedrückt, die Verkäuferin musste zustimmen.

    Eine Ursache war ein nicht angeschlossenes Abflussrohr. Zwischen dem Hausabgang und den öffentlichen Anschluss fehlten 10 cm. Wir setzten das Stück Rohr ein und der Keller war trocken.

    Bis dieses Jahr noch mehr Regen runterkam. Wir bemerkten rechtzeitig, dass der Abfluss die Regenmassen nicht aufnehmen konnte und leiteten das Abwasser vom Dach in den Garten ab. Gesamtkosten der Maßnahmen: rund fünf Euro für ein Stück Rohr und rund einen Nachmittag arbeit beim ersten Arbeitsgang. Für den zweiten Arbeitsgang genügte es, ein Eckrohr einzusetzen, auch dieses war unter fünf Euro zu haben. Zeitaufwand war eine halbe Stunde.

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