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Thema: km-Beschränkung eines KFZ im Privateigentum

  1. #1
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    km-Beschränkung eines KFZ im Privateigentum

    Hallo zusammen,

    ich hätte folgende Frage:

    Ich bin selbständig und werde mit meinem KFZ, welches sich in meinem Privateigentum befindet, geschäftlich mehr als 40.000km im aktuellen Geschäftsjahr zurücklegen. Nun habe ich erfahren, dass bei der Gewinnermittlung ab 40.000km nur noch die tatsächlichen Kosten berechnet werden dürfen, nicht die 0,30 EUR/km, was natürlich einen erheblichen Nachteil für mich bedeuten würde.

    Ist das korrekt?

    Vielen Dank und beste Grüße

  2. #2
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    Bei 40.000 km p.a. ist das Fahrzeug nicht im Privatvermögen, sondern notwendiges Betriebsvermögen und damit können alle tatsächlichen Kosten steuerl. geltend gemacht werden.

    Bei 0,30/km würde sich eine unzutreffende Besteuerung ergeben.

  3. #3
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    Aber das Fahrzeug ist nun mal momentan nicht im Betriebsvermögen, sondern im Privatvermögen. Und ich kann es ja nun auch nicht mehr rückwirkend in das Betriebsvermögen nehmen.

  4. #4
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    Deswegen ja "notwendiges Betriebsvermögen"

  5. #5
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    Das KFZ wird notwendiges Betriebsvermögen durch die überwiegende (>50% oder gibt es bei PKW eine Sonderregel mit 40.000km pro Jahr?) betriebliche Nutzung.
    Das geht auch nachträglich und ist durch die Nutzungsänderung veranlasst.

  6. #6
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    Und "notwendig" bedeutet, das FA legt das so fest, oder? Werden dann nur die km über 40.000 mit den tatsächlichen Kosten angerechnet oder alle gefahrenen km dieses Jahres? Denn dann wäre es ja sinnvoller, bei der Steuererklärung immer knapp unter den 40.000km zu bleiben.

  7. #7
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    notwendiges BV bedeutet, wenn Sie Ihr Privatfahrzeug oder sonst irgend ein Wirtschaftsgut zu mehr als 50% für betriebliche Zwecke einsetzen müssen. Wurde oben schon erklärt. Mit der Prüfung aller anderen Steuersparmöglichkeiten sollten Sie einen StB beauftragen.

  8. #8
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    Betriebliche Nutzung >50% => notwendiges Betriebsvermögen
    Rechtsfolge: Das Wirtschaftsgut muss dem Betriebsvermögen zugeordnet werden.
    Beim KFZ werden dann alle Kosten (Sprit, Versicherung, AfA usw.) für das KFZ Betriebsausgaben. Die Privatnutzung muss allerdings gegengerechnet werden (1% Regel oder Fahrtenbuch)

    Betriebliche Nutzung 10% bis 50% => gewillkürtes Betriebsvermögen
    Betriebliche Nutzung <10% => notwendiges Privatvermögen

    s. dazu: R 4.2 EStR

    Eine Beratung beim Steuerberater wäre wahrscheinlich sinnvoll.

  9. #9
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    Kann man das Fahrtenbuch in so einem Fall (notwendiges Betriebsvermögen) auch nur für die Privatfahrten führen? Denn der Aufwand dafür wäre im Gegensatz zu den gewerblichen Fahrten eher gering.

  10. #10
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    Nein das geht (natürlich) nicht.

  11. #11
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    Fahrtenbuch als Alternative zur 1% Regelung geht schon. Aber dann eben für alle Fahrten, nicht nur für die privaten KM.

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