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Thema: Freiberufl. Honorar per Kleinunternehmerregelung - Auszahlung gedrittelt in 2012/13

  1. #1
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    Freiberufl. Honorar per Kleinunternehmerregelung - Auszahlung gedrittelt in 2012/13

    Hallo!

    Wir haben zu dritt einen Konzept-Auftrag angenommen, der über einen Zeitraum von ca. 5-6 Monaten freiberuflich in Teilzeit realisiert wird. Das Honorar wird durch drei geteilt. Die Abrechnung erfolgt als Privatpersonen per Kleinunternehmerregelung ohne Gewerbeanmeldung und gesetzliche Umsatzsteuer. Gründe für diese Art der Abrechnung: Zwei von uns haben in diesem Jahr unser Studium beendet und die dritte Person studiert noch, daher wird keiner von uns in diesem Jahr die steuerfreie Einkommensgrenze von 17.500 € p.a. überschreiten; zudem begrüßt unser Auftraggeber den Wegfall der Umsatzsteuer, da er diese als eingetragener Verein beim Finanzamt nicht absetzen könnte, sondern aus eigener Kasse auf das Honorar zuzahlen müsste. Unser Auftraggeber möchte die Honorar-Auszahlung allerdings dritteln, ein Drittel zum Projektstart (2012), ein Drittel zur Mitte (2012) und ein Drittel zum Projektabschluss (Anfang 2013).

    So weit die wichtigen Eckdaten. Meine Frage lautet nun: Wenn wir zum Jahresabschluss 2013 - wovon auszugehen ist - die steuerfreie Grenze von 17.500 € überschritten haben, die Rechnung für das letzte Drittel des Honorars zum Jahresbeginn allerdings noch per Kleinunternehmerregelung gestellt haben, was passiert dann damit? Müssen wir dann die Umsatzsteuer nachzahlen, obwohl wir nur ein Netto-Honorar erhalten haben? Wie ist in diesem Fall die Gesetzeslage?

    Ich hoffe, mir kann geholfen werden und danke im Voraus für jeden Hinweis!

  2. #2
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    Was bedeutet Einkommensgrenze von 17.500€? Maßgeblich für die Kleinunternehmerregelung sind nur Einnahmen aus der freiberuflichen Tätigkeit.

    Zu den 17.500 € zählen die im Kalenderjahr EINGEGEANGENEN Beträge (vereinnahmte Beträge).

    Für das Folgejahr gilt die Umsatzgrenze von 50.000 €.

  3. #3
    Foren-Dauerbesucher Avatar von Stadtkatze
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    Ich glaube, ihr verwechselt hier Einkommensteuer und Umsatzsteuer. Die angesprochene Kleinunternehmerregelung gilt für die Umsatzsteuer. Von Steuerfreiheit kann nicht gesprochen werden, denn die Umsatzsteuer wird lediglich nicht erhoben. In eurem Rechnungsbetrag ist sie gleichwohl enthalten. Der Rechnungsendbetrag ist nämlich ein Brutto- und kein Nettobetrag.

    Des Weiteren schreibt ihr, dass ihr zu dritt einen Auftrag angenommen habt. Hier besteht die widerlegbare Vermutung, dass ihr als GbR tätig seit. Steuersubjekt i. S. d. Umsatzsteuergesetzes ist die Gesellschaft, so dass u. U. die Kleinunternehmergrenze überschritten wird.

    Ertragsteuerlich (Einkommensteuer) wird der Gewinn dann entsprechend des Beteiligungsverhältnisses durch drei geteilt und im Rahmen der Einkommensteuerfestsetzung der Besteuerung zugrunde gelegt.

    Ich empfehle euch, einen Steuerberater aufzusuchen und eine Erstberatung in Anspruch zu nehmen. Das Honorar eines Steuerberaters ist in den meisten Fällen nämlich günstiger als der Schaden, den man durch eigene Unwissenheit anrichtet.

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