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Thema: Kosten für Weiterbildung und Resturlaub bei Kündigung

  1. #1
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    Kosten für Weiterbildung und Resturlaub bei Kündigung

    Hallo zusammen,

    es handelt sich um folgenden fiktiven Fall:

    AN hat sein Beschäftigungsverhältnis fristgerecht gekündigt. Ihm stehen noch 6 Tage Uralub zu, die er gerne nehmen würde.
    Nun ist eine Kollegin krank und es wurde gesagt, es sei betriebbedingt nicht machbar.

    Ebenso im selben Fall:

    Eine Weiterbildung vom Auftraggeber, die der Chef durchführte. Kosten: ~ 1850€
    Monatlich werden 154€ abgebaut. Kann der Chef hingehen, und nun den Lohn für den letzten Monat einbehalten? Arbeitnehmer hat vorgeschlagen, das Geld zu überweisen.

    Danke

  2. #2
    Super-Moderator Avatar von Catja
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    Steht denn zur Rückzahlung im Falle einer Vertragsauflösung/Kündigung nichts in der Vereinbarung über die Weiterbildung?

  3. #3
    Gehört hier zum Inventar... Avatar von manshadow
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    Zitat Zitat von svenbrand
    AN hat sein Beschäftigungsverhältnis fristgerecht gekündigt. Ihm stehen noch 6 Tage Uralub zu, die er gerne nehmen würde.
    Nun ist eine Kollegin krank und es wurde gesagt, es sei betriebbedingt nicht machbar.
    Dann hat der fiktive AN Anspruch auf eine reale Abgeltung seines Urlaubs. Siehe § 7 Abs. 4 BUrlG.
    Aus meiner Sicht besteht ein Anspruch auf 1/22 Ihres Monats-Brutto-Gehaltes für jeden abzugeltenden Urlaubstag, In Ihrem Falle also 6/22 des Bruttogehaltes. Ggf. stehen in einem Tarifvertrag (sofern anwendbar) detailierte Regelungen dazu drin.

  4. #4
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    Zusatz

    Es wird sich in diesem fall auf § 11 MRTV berufen, jedoch ist es nicht erkenntlich, dass im Vertrag etwas steht, wo darauf hinweisst,
    dass der Lohn einbehalten werden darf.
    Auszug:
    2. Der Rückerstattungsanspruch der Fa. XY gegen den Teilnehmer regelt sich nach den Bestimmungen des § 11 MRTV.
    Dieser liegt dem Teilnehmer vor. Die Gesammtkosten der Aus- und Weiterbildung betragen 1856,58 € je Teilnehmer.
    3. Bricht der MA von sich aus die A&W ab oder nimmt er daran ohne Vorliegen eines ärtzlichen Attestes nicht mehr teil,
    ist er über die nach Nr. 2 bestehende Rückzahlungsverpflichtung hinaus, zur Zahlung der bis dahin entstanden kosten verpflichtet.


    Rückerstattungsanspruch:

    Der sich aus vorgenannten Kosten ergebende Rück. des AG gemäß § 11 Nr. 4 MRTV verringert sich um 154,72€ pro Monat.

    MRTV für das Wach- und Sicherheitsgewerbe für die BRD

  5. #5
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    Danke

    Zitat Zitat von manshadow Beitrag anzeigen
    Dann hat der fiktive AN Anspruch auf eine reale Abgeltung seines Urlaubs. Siehe § 7 Abs. 4 BUrlG.
    Aus meiner Sicht besteht ein Anspruch auf 1/22 Ihres Monats-Brutto-Gehaltes für jeden abzugeltenden Urlaubstag, In Ihrem Falle also 6/22 des Bruttogehaltes. Ggf. stehen in einem Tarifvertrag (sofern anwendbar) detailierte Regelungen dazu drin.
    Urlaub ist durchgesetzt. Sogar noch 2 Extratage.

  6. #6
    Gehört hier zum Inventar... Avatar von manshadow
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    Zitat Zitat von svenbrand
    Urlaub ist durchgesetzt. Sogar noch 2 Extratage.
    fiktiver Urlaub nehme ich an...

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