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Thema: Kindergeld Rückzahlung 2011/ Halbwaisenrente + Ausbildung/ Überschreitung 8004€

  1. #1
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    Kindergeld Rückzahlung 2011/ Halbwaisenrente + Ausbildung/ Überschreitung 8004€

    Hallo,

    zu meiner Person:

    Ich bin 24, habe bis zum 13.01. d.J. eine Ausbildung absolviert und zusätzlich Halbwaisenrente erhalten.

    Nun habe ich von der Familienkasse ein Schreiben erhalten, dass ich das Kindergeld welches ich 2011 erhalten habe zurückzahlen muss, da ich auf Grund meines Einkommens die Grenze von 8004€ überschritten habe.
    Werbungskosten von 1560€ p.A. wurden bereits abgezogen.

    Ich hatte 2011 folgendes Einkommen:

    Azubi Gehalt: 01.01.11 - 31.07.11 750€ (Brutto) pro Monat / abzgl. Soz.Vers. 594,55€
    01.08.11 - 31.12.11 800€ (Brutto) pro Monat / abzgl. Soz.Vers. 634,18€

    Halbwaisenrente: 250€ (Brutto) pro Monat / abzgl. Soz.Vers. 222€

    Wären im Jahr 9250€ Azubivergütung + 3000€ Halbwaisenrente abzgl. 1560€ (Brutto gerechnet)
    Netto: 7332,75€ + 2664€ Rente abzgl. 1560€ Werbungskosten.

    Nun habe ich gehört, dass von der Halbwaisenrente ein Pauschbetrag (Werbungskosten) von 102€ abgezogen werden müssen.

    1. Stimmt das mit dem Pauschbetrag der Halbwaisenrente?
    2. Wird die Einkommensgrenze Netto od Brutto bzw. Azubi Brutto-Vergütung abzgl. Soz. Vers. Abgaben gerechnet?

    Wie rechnet das die Familienkasse?

    Vielen Dank im Voraus schon mal !

  2. #2
    Forenabhängiger :-)
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    Die Grenze bezieht sich (in Ihrem Fall) auf Brutto abzgl. Werbungskosten abzgl. Sozialversicherungsbeiträge.

    Wenn keine Lohnsteuer einbehalten wurde (und nicht sonstige Besonderheiten wie vermögenswirksame Leistungen, usw. vorlagen), entspricht Brutto abzgl. Werbungskosten dem Netto, dann kann man vereinfachend Netto abzlg. Werbungskosten rechnen.

    Bei der Rente ist es im Ergebnis genauso, da gibt es einen Werbungskostenpauschbetrag von EUR 102 und in Ihrem Fall auch eine Kostenpauschale zu den sogenannten Bezügen von EUR 180 (die genaue Berechnung ist komplizierter, ich spare mir die Darstellung). Die Familienkasse müsste von der Rente jedenfalls außer der Sozialversicherung insgesamt EUR 282 abgezogen haben.

  3. #3
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    Vielen Dank!

    Lt. meiner Berechnung nach Ihrer Antwort komme ich auf 8154,75€

    d.h. ich müsste durch sonstige Kosten den Betrag runtersetzen um 150€

    Für die Ausbildung habe ich Bücher gekauft, sowie meine Anzüge in die Reinigung bringen müssen.
    Benötigt die Familienkasse hierzu Belege od rechnen diese auch hierbei per Pauschalbetrag ab?

  4. #4
    Forenabhängiger :-)
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    Also mit den genannten 7.332,75 + 2.664 - 1.560 - 282 komme ich auf EUR 8.154,75. Wobei es da keine Einmalzahlungen gegeben zu haben scheint. Außerdem müsste sich die Rente eigentlich für das zweite Halbjahr gegenüber dem ersten leicht geändert haben.

  5. #5
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    Einspruch eingelegt

    Hallo zusammen,

    habe aufgrund von Reisekosten und Kosten für Arbeitsmittel die während der Ausbildung entstanden sind Einspruch eingelegt.

    Jedoch hat mir die Familienkasse zur Begründung keine Frist gesetzt.
    Nun habe ich einen Brief erhalten, in dem steht das jetzt nur noch Einspruch in Form einer Klage gegen die Familienkasse besteht.

    Soll ich nun die Begründung nachsenden, bzw. Reisekosten etc. nachreichen oder muss ich die nun verklagen?

    Habe weder finanzielle Mittel zur Rückzahlung des Kindergeldes (184€ x 12), noch Geld für einen Anwalt.

    Und wie werden die Reisekosten überhaupt überprüft, die Firma hat ja die Hotelkosten übernommen, jedoch nicht die Fahrtkosten zu diversen Schulungen und Veranstaltungen.

    Vielen Dank für die Hilfe!

  6. #6
    Forenabhängiger :-)
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    Zitat Zitat von LASHAN Beitrag anzeigen
    Hallo zusammen,

    habe aufgrund von Reisekosten und Kosten für Arbeitsmittel die während der Ausbildung entstanden sind Einspruch eingelegt.
    Heißt was? Es wurde nichts konkret dargelegt/nachgewiesen sondern nur angekündigt, dass noch etwas kommt?

    Zitat Zitat von LASHAN Beitrag anzeigen
    Jedoch hat mir die Familienkasse zur Begründung keine Frist gesetzt.
    Frist genug war ja offensichtlich, denn nach Ihren vorigen Beiträgen scheint der Einspruch schon länger zurückzuliegen. Anscheinend waren Sie, nicht die Familienkasse in der Pflícht.

    Zitat Zitat von LASHAN Beitrag anzeigen
    Nun habe ich einen Brief erhalten, in dem steht das jetzt nur noch Einspruch in Form einer Klage gegen die Familienkasse besteht.
    Wohl eine Einspruchsentscheidung?

    Zitat Zitat von LASHAN Beitrag anzeigen
    Soll ich nun die Begründung nachsenden, bzw. Reisekosten etc. nachreichen oder muss ich die nun verklagen?
    Schwer zu sagen, wenn man nicht die genauen Unterlagen kennt. Grundsätzlich ist eine Berücksichtigung noch außerhalb der Klage möglich, wenn die Einreichung noch innerhalb der Klagefrist (ein Monat nach Bekanntgabe der Einspruchsentscheidung) erfolgt. Macht aber nur Sinn, wenn man sich sicher ist, dass die nachträglich geltend gemachten Kosten eindeutig und ausreichend sind, sonst kann das nach hinten los gehen, denn die Frist zur Klageerhebung verlängert sich dadurch nicht und nach Ablauf der Klagefrist kann man ohne Klage nicht mehr nachbessern.

    Zitat Zitat von LASHAN Beitrag anzeigen
    Habe weder finanzielle Mittel zur Rückzahlung des Kindergeldes (184€ x 12), noch Geld für einen Anwalt.
    Zuständig für die Rückzahlung an die Familienkasse ist nicht das Kind sondern der kindergeldberechtigte Elternteil (außer im Fall der sogenannten Abzweigung). Es interessiert die Familienkasse also normalerweise überhaupt nicht, ob das Kind zahlungsfähig ist.

    Zitat Zitat von LASHAN Beitrag anzeigen
    Und wie werden die Reisekosten überhaupt überprüft, die Firma hat ja die Hotelkosten übernommen, jedoch nicht die Fahrtkosten zu diversen Schulungen und Veranstaltungen.
    Wenn es Hotelkosten und Schulungen gab, muss es dazu ja Unterlagen geben. Die Anlässe sollten also nachgewiesen werden können. Da müssen Sie ja irgendwie hingekommen sein und das wahrscheinlich eher nicht kostenlos.

    In die Situation scheinen Sie sich selbst hineinmanövriert zu haben, indem Sie sich nicht mehr weiter um das Problem gekümmert haben. Das holt Sie jetzt ein.

    Bei einer Klage muss übrigens erst einmal ein Kostenvorschuss von 220 EUR an die Gerichtskasse überwiesen werden, die Rechnung kommt kurz nach Klageerhebung.

    Wieso wollte die Familienkasse das Geld übrigens nicht längst zurückhaben, der Aufhebungsbescheid scheint doch schon länger in der Welt zu sein? Ist da Aussetzung der Vollziehung beantragt (und gewährt) worden?

  7. #7
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    Hallo,

    ich habe erst letzte Woche! einen Brief von der Familienkasse erhalten, in dem ich zur Zahlung aufgefordert werde.

    Ebenfalls wurde jetzt eine First von 4 Wochen angegeben, in der Einspruch erheben darf! Ohne Klage.

    Habe eine Rechnung von meinem Laptop gefunden, welches ich in der Ausbildungszeit (2010) gekauft habe.

    Soweit ich weiß, wird der Kaufbetrag - Prozentualer Anteil des beruflichen Nutzens geteilt durch 3Jahre gerechnet.

    Wäre bei einem Kaufpreis von 1149€ - 574,5 (50%)= 574,5/3= 191,50

    Sofern dies rechtmäßig ist, wäre ich nun unter der Einkommensgrenze.

  8. #8
    Super-Moderator Avatar von Catja
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    Zitat Zitat von LASHAN Beitrag anzeigen
    Soweit ich weiß, wird der Kaufbetrag - Prozentualer Anteil des beruflichen Nutzens geteilt durch 3Jahre gerechnet.
    Aber nur zeitanteilig:

    bsp.: Kauf 02.10.2010: 3/12tel der Jahresabschreibung.

  9. #9
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    ?

    Also ist meine Berechnung komplett falsch und ich komme immernoch nicht unter die einkommensgrenze?

  10. #10
    Forenabhängiger :-)
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    Zitat Zitat von LASHAN Beitrag anzeigen
    Also ist meine Berechnung komplett falsch und ich komme immernoch nicht unter die einkommensgrenze?
    Ob Ihre Berechnungen stimmen, hängt davon ab, ob Sie hier die richtigen Zahlen genannt, haben (z. B. ob Sie die Rentenerhöhung zum 01.07.2011 eingerechnet haben und auch alle Einmalzahlungen wie Weihnachtsgeld korrekt berücksichtigt wurden).

    Die Abschreibung kann schon so passen, vorausgesetzt, die Anschaffung war tatsächlich in 2010 und Sie haben jetzt für 2011 die Einkünfte und Bezüge zu ermitteln. Catja ging offenbar von der Anschaffung im gleichen Jahr aus.

    Völlig unklar ist allerdings welche Bescheide hier in der Welt sind und welche nicht, da sich Ihre Angabe widersprechen. Oben soll es bereits einen Bescheid gegeben haben, gegen den nur noch eine Klage möglich war, was eigentlich nur eine Einspruchsentscheidung sein kann (dem muss dann ein Kindergeld-Aufhebungsbescheid und ein Einspruch des kindergeldberechtigten Elternteils vorausgegangen sein).

    Was dann passiert ist (d. h. ob überhaupt etwas unternommen wurde), ist offen. Dann sollten Sie jetzt plötzlich einen Bescheid erhalten haben, gegen den Einspruch eingelegt werden kann, was dann wohl erst der Ablehnungsbescheid wäre.

  11. #11
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    Stimmt soweit alles.

    Hallo,

    die Zahlen stimmen definitiv. Auch das Anschaffungsjahr.

    "Völlig unklar ist allerdings welche Bescheide hier in der Welt sind und welche nicht, da sich Ihre Angabe widersprechen. Oben soll es bereits einen Bescheid gegeben haben, gegen den nur noch eine Klage möglich war, was eigentlich nur eine Einspruchsentscheidung sein kann (dem muss dann ein Kindergeld-Aufhebungsbescheid und ein Einspruch des kindergeldberechtigten Elternteils vorausgegangen sein)."

    Das stimmt tatsächlich!
    Habe mit der Familienkasse telefoniert und die sagten mir, dass es wohl drunter und drüber ging, und daher etwas falsch aussagendes an mich gesendet wurde.

    Einspruch ohne Klage also möglich!

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